Namensgeber

Woher kommt der Name Heinrich Scherrer Musikschule?

 

Namenspatron ist Heinrich Scherrer, geboren am 6. März 1865 in Eckernförde. Er ging für die Weiterentwicklung seiner Musikausbildung 1889 nach München und wurde dort Soloflötist des Hoforchesters.

Von 1917 bis zu seinem Tod am 3. Oktober 1937 lebte er in Schöngeising im Haus Nr. 13 „zum Bauern“, in dem sich heute neben dem Gemeindeamt und der Bücherei die Musikschule mit ihrem Büro und zwei weiteren Unterrichtsräumen befindet.

 

Der „Königlich Bayerische Kammervirtuos“ widmete sich zeitlebens auch dem Lauten- und Gitarrespiel sowie der Volksmusikforschung. Vielen ist Heinrich Scherrer vor allem durch die umfangreiche Volksliedersammlung „Der Zupfgeigenhansl“  bekannt, für die er die Gitarrenbegleitung erstellt hat.

 

Der Grund, dass die Musikschule den Namen „Heinrich Scherrer“ trägt, liegt in der engen Verknüpfung der Ortsgemeinschaft mit dem musikalischen Wirken Heinrich Scherrers. Er stellte sich in den Dienst der Wiederbelebung alter Volksbräuche in seinem Wohnort  Schöngeising und  gründete dafür einen Blechbläserchor und eine Jungmännergesangsgruppe, die er beide  leitete und vielfach mit eigenen Weisen versorgte. Das alte Schöngeisinger Krippenspiel in der Ausstattung von der ortsansässigen Malerin Johanna Oppenheimer sowie die Frühlingsfeier um den Maibaum erweckte er zu neuem Leben und brachte so der Bevölkerung, insbesondere der Jugend, Musik in Verbindung mit altem Brauchtum nahe.

Heinrich Scherrers musikalisches Wirken war also auch ein pädagogisches Wirken.