Musicals

 

Durch ihre „Groß“-Projekte – die Musicals – möchte die HSM möglichst viele Zuschauer aller Altersklassen erreichen, Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Landkreis zum Musizieren anregen, die eigenen Schüler nachhaltig für Musik begeistern und zu besonderen Leistungen motivieren sowie Sozialkompetenz und Selbstbewusstsein stärken.

Zudem bietet sich für die Musikschule bei  Musical-Produktionen die Gelegenheit einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit anderen ortsansässigen Vereinen, außerschulischen Musikgruppierungen und allgemein bildenden Schulen.

Die „Musical-Tradition“ der HSM begann mit  drei kleinen Musiktheatern im Rahmen der Schülerkonzerte: 1988 wurde „Benjamin“ aufgeführt, in den darauf folgenden Jahren „Florian auf der Wolke“ und die „Reise nach Rio“.

Das pädagogische Ziel der Fächer übergreifenden Zusammenarbeit -  unter Einbindung der Kleinsten  von der musikalischen Frühförderung bis zum ältesten Instrumentalschüler -  wurde 1996 mit der Aufführung „Die Müllionäre“ in einen deutlich größeren Rahmen gestellt: 75 Akteure auf der Bühne und im Musicalorchester begeisterten bei den Vorstellungen in Schöngeising und in Fürstenfeldbruck (Haus 11, Klosterareal) über 700 Zuschauer.

 

1997 folgten „Das Dschungelbuch“, 1999 „Aristocats“ und 2003 „Die Hexe Backa Racka“. „Aristocats“ wurde auch in Türkenfeld aufgeführt, ebenso die „Hexe Backa Racka“,  die nochmals als Benefizveranstaltung für die „Elterninitiative Krebskranke Kinder München e.V.“ Anfang 2004 im kleinen Saal des Veranstaltungsforum Fürstenfeld wiederholt wurde.

 

Mit „Rock It!“  (2006) und “Jetzt oder Nie!” (2008) fing eine neue Ära an:

Zwei begabte Jungautoren schrieben der Musikschule zwei Jugendmusicals auf den Leib und die unzähligen Proben unter professioneller Anleitung für Schauspiel und Gesang waren so intensiv, dass die Aufführungen durchaus künstlerisch ernst genommen werden durften.

Ebenso mit größtem Einsatz wurden in wochenlanger Arbeit die sehr hohen Ansprüche zum einen an das Bühnenbild und zum anderen an das Musicalorchester realisiert. Die zwei Produktionen wurden auch von Musikern der Blasmusik tatkräftig unterstützt.

Insgesamt über 100 Akteure in beiden Musicals studierten mit Feuereifer ihre Partien auf der Bühne oder die Musik im Orchester ein. Die Darsteller aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck, Landsberg und aus München trainierten zielstrebig die anspruchsvollen Sologesangs- und Chorpartien wie auch Choreographien. Eine ebenso große Anzahl freiwilliger Helfer sorgten für Ausstattung und reibungslose Abläufe.

Die Musicals „Rock It!“ und „Jetzt oder Nie!“ wurden in Zusammenarbeit mit dem Veranstaltungsforum Fürstenfeld jeweils viermal als öffentliche bzw. Schul-Vorstellungen im Stadtsaal Fürstenfeldbruck aufgeführt und erreichten zusammen an die 4000 Zuschauer.

Während bei „Rock It!“ Krimi und Klamauk im Vordergrund standen, hatte „Jetzt oder Nie!“ ein ernsteres Thema: Die jungen Autoren erzählen hier von den letzten Wochen der DDR, vom Mauerfall und zugleich vom Erwachsenwerden einiger Jugendlicher in Ost und West.

Geschichtsunterricht für alle Interessierten war bei „Jetzt oder Nie“ auf besonders unterhaltsame Weise nicht zuletzt auch durch die mitreißenden Songs garantiert!

 

 

Im Januar 2013 wurde das Musical "Geisterstunde auf Schloss Eulenstein" aufgeführt. Dieses schaurig-schöne "Grusical" war viermal ausverkauft!

 

"Geisterstunde ist die schönste Stunde"! Wenn ein gutes Dutzend bezaubernder kleiner, quicklebendiger Geister die Bühne bevölkert, versetzt schon das erste Lied das gespannte Publikum in Partylaune.

Die wahrhaft gruselig anmutende Residenz des Schlossherrn erhielt großen Applaus, als sich der Vorhang erstmals öffnete - dieser galt der Kunstschülerin Anna Gauck, die das aufwändige Bühnenbild gemalt hatte. Dort spielt eine Geschichte um ein besonders Vehikel: eine "Krachmaschine" wird rasch zum Mittelpunkt des Geschehens - die fantasiereiche Kreation mit achtzehn verschiedenen Geräuschfunktionen, ein Projekt des Schöngeisinger Künstlers Ulrich Nußmann, welches ab Ende April auf dem "Klangweg" "GEHEN-HÖREN-SEHEN" ausprobiert werden kann. Zwölf junge Schaupieltalente boten eine beachtliche Leistung - in monatelanger Probenarbeit sind sie regelrecht über sich hinaus gewachsen. Unter der erfahrenen Regie von Anni Emprechtinger entwickelten sich zurückhaltende Schüler zu selbstbewussten Bühnenakteuren. Die wuselnden Geister zu einem homogenen Kinderchor zusammenzuführen war die Aufgabe der Gesangslehrerin Adelheid Thanner, unterstützt von Lena Hacklberger. Die Gesamtleitung hatte Monika Stöhr am Klavier, musikalisch ergänzt von Katrin Hörger/Sandrine Doepner (Tenorblockflöte), Kathrin Häußler (Bass) und Georg Hörger (Cajon). Nicht zuletzt lebt eine gelungene Inszenierung zum Einen von fantastischen Kostümen - hierfür hatte Vorstandsmitglied und Souffleuse Claudia Hörger zahllose Stunden an der Nähmaschine verbracht. Zum Anderen trugen Wolfgang Stahl und Sebastian Braun mit "Licht und Ton" entscheidend zur besonderen Atmosphäre des "Grusicals" bei.
 

Hier können Sie das Dankesschreiben von Dr. Thomas Goppel (MdL, Präsident des Bayerischen Musikrates) nach seinem Musicalbesuch nachlesen:    Dankesschreiben von Dr. Goppel